Platz des ehemaligen St. Anna
Die 3 Wohnblöcke die eigentlich der Querfinanzierung hätten dienen sollen

Nein Zur Verschacherung des St.Anna


Was ist der Verein ProSanktAnna?

Er setzt sich für den Stiftungsgedanken der Gründergeneration ein, die ein Gesundheitshaus mit Pflegedienstleistungen für die Bewohner des Ägeritals errichteten.

Wer ist im Verein ProSanktAnna?

Bürger, die sich von der Bonainvest AG hintergangen fühlen, nachdem das Pflegehotel Babalou für behinderte Kinder und deren Betreuer hinterrücks beerdigt wurde.

Warum wurde der Verein ProSanktAnna gegründet?

Die St.Anna-Stiftung verkaufte 13'000 m2 Land an bester Lage für mutmasslich den halben Wert an den Investor Bonainvest, weil dieser versprach, das Babalou zu bauen. Um es querzufinanzieren, wurde Bonainvest eine massiv erhöhte Ausnützungsziffer gewährt. Doch kaum war die Baubewilligung erteilt, wurde das Babalou still und leise beerdigt. Angeblicher Grund: nicht gewinnbringend und kein Bedarf. Stattdessen plant Bonainvest kommerzielle Altersresidenzen.

Was tut der Verein ProsanktAnna?

Als erstes hat er eine Petition lanciert, die mit 1200 Unterschriften den Geneinderat Unterägeri aufforderte, die Projektänderungen nicht zu bewilligen. Doch der Gemeinderat ignorierte diesen Ausdruck öffentlichen Willens komplett. Im Gegenteil: kurz vor Einreichung schloss er mit Bonainvest einen Vertrag, worauf mit minimalen Auflagen die Baubewilligung erteilt wurde. Der Verein selber ist nicht einspracheberechtigt, unterstützt aber juristisch die Rekurrenten. Das Bauverbot muss aufrecht erhalten bleiben.

Warum will der Verein ProSanktAnna die Verträge sehen?

Weil er befürchtet, dass es die St.Anna-Stiftung unterlassen hat, im Vertrag mit Bonainvest sicherzustellen, dass der Stiftungszweck gewährleistet bleibt. Denn dieser schreibt die Gewährleistung von Pflegedienstleistungen für die Bewohner des Ägeritals vor. Eventuell ist der Verkaufsvertrag deshalb ungültig. Der Verein ProSanktAnna hat bei der Zentralschweizerischen Stiftungsaufsicht Beschwerde gegen die St.Anna-Stiftung eingereicht.

Weshalb bleiben die Verträge geheim?

Weil sich der Stiftungsrat und die Gemeinde offensichtlich vor einer Offenlegung fürchten. Obwohl Träger der Stiftung St.Anna die vier öffentlichen Körperschaften Einwohnergemeinde, Bürgergemeinde, Katholische Kirchgemeinde und Korporation Unterägeri sind, widersetzen sich diese dem Öfentlichkeitsprinzip.

Wie weiter?

Der Verein ProSanktAnna informiert auf seiner laufend aktualisierten Website weiter über Bonainvest und ihr Projekt. www-prosanktanna.ch. Ausserdem treibt er die eingeleiteten juristischen Schritte voran.



St. Anna Haus
St. Anna Areal

Was ist das St.Anna – was macht die Bonainvest daraus?


Text 2018

Das St.Anna wurde in den Dreissiger Jahren als Kranken- und Erholungsheim sowie als Geburtshaus für die lokale Bevölkerung am Südhang von Unterägeri errichtet. Später wurde es zunehmend in den Dienst altersgerechten Wohnens gestellt und von einer gemeinnützigen Stiftung getragen. Träger dieser Stiftung sind die Einwohnergemeinde, die Bürgergemeinde, die Kirchgemeinde und die Korporationsgemeinde Unterägeri.

Um die Tätigkeit der Stiftung zeitgemässer ausrichten zu können, liess sie sich darauf ein, ihr kostbares Landstück zu günstigen Bedingungen an die Bonainvest, eine grosse Immobilienfirma, zu verkaufen.

Eine von der Einwohnergemeindeversammlung bewilligte Sonderzone sollte es der Immobilienfirma ermöglichen, dank einer stark erhöhten Ausnützungsziffer und der Erstellung von drei kommerziell vermietbaren Mehrfamilienhäusern ein neuartiges Hotel zu erstellen, wie es noch keines in der Schweiz gab: im Babalou genannten Hotel für benachteiligte Kinder und deren Familien sollten nicht nur entspannte Ferien möglich sein, sondern auch eine Kinderarztpraxis einziehen, ein grosses Restaurant und andere Räume zum Wohle der Allgemeinheit entstehen sowie ein Spielplatz und ein Streichelzoo angefügt werden. Ausserdem wurde der Bevölkerung suggeriert, dass 50 Arbeitsplätze geschaffen würden. Aus diesen Gründen wurde gegen das rund 90 Millionen Franken teure Bauprojekt keine einzige Einsprache erhoben.

Schon am Spatenstich sickerte durch, dass das Babalou vom Investor ganz fallen gelassen worden war und stattdessen einfach Altersresidenzen entstehen sollten. An einem vom Investor veranstalteten Informationsanlass brandete diesem seitens der Bevölkerung massiver Unmut entgegen. Es war die Rede vom Gefühl des Hintergangenwerdens, der Arglist und der Übertölpelung.

Die Gemeinde Unterägeri verlangte vom Investor die Einreichung eines Umnutzungsgesuchs, das daraufhin im Amtsblatt ausgeschrieben wurde. Dabei wurde bekannt, dass die Gemeinde die Erteilung des Baugesuchs davon abhängig machen will, dass der Investor doch einige der ursprünglichen Versprechen im Interesse einer öffentlichen Nutzung vertraglich regeln muss, auch wenn das Kinderhotel nicht gebaut wird. Gegen die Erteilung dieses neuen Baugesuchs sind mehrere Einsprachen von betroffenen Nachbarn eingegangen.

Der Investor hat gegenüber Medien erklärt, dass er nicht daran denke, die vorgeschlagene Vertragsregelung zu unterzeichnen, sondern auf seiner kommerziellen Umsetzung besteht.

Der Verein ProSanktAnna unterstützt die Behörden beim Bestreben einer vertraglichen Regelung, die auch durchgesetzt werden kann:

Öffentliches Restaurant mit dazugehörendem Saalangebot, Miteinbezug der Bevölkerung bei der Nutzung der öffentlichen Flächen, grosszügiger Kinderspielplatz, Streichelzoo, etc.
Die Behörden werden aufgefordert, das vorliegende Baugesuch der Bonainvest AG abzulehnen.

Bauprojekt

Hier einige Unterlagen als PDF zum Ansehen: