Stiftung St. Anna will gegen Bonainvest klagen



Was spielt die Stiftung St. Anna für ein Spiel?

Im Artikel der Zugerzeitung vom 28.Sept ist Herr Berchtold zitiert mit

Laufe es nach Wunsch, werde der Bau im Spätsommer 2019 fortgesetzt werden  (....)  «Damit sind wir auf gutem Weg, für die Bewohner und die Bevölkerung», sagte auch Hugo Berchtold, Präsident der Stiftung St.Anna. Er hoffe nun, dass es schnell vorwärtsgehe. Die alte Geschichte soll abgehakt werden.

Dies suggeriert, die Stiftung sei "einverstanden", mit dem, was auf Bonainvest jetzt bauen will.

Tatsache ist jedoch, dass die Stiftung gegen Bonainvest klagen will:

Die Stiftung hat ProSanktAnna gegenüber erklärt, die Einsprachen sollen zurückgezogen werden, damit die Stiftung gegen Bonainvest klagen kann.

Der Stiftung sei auch daran gelegen, dass der Neubau möglichst weit von einem Gesundheitshaus weg ist, was jetzt der Fall sei. Damit habe man bessere Aussicht auf Erfolg die Klage durchzusetzen.

Warum klagt die Stiftung dann nicht jetzt schon?

Es könne erst geklagt werden, wenn eine Baubewilligung erteilt worden ist, so stehe es im Vertrag. Und Bonainvest wolle vorher nicht darüber verhandeln.

Aber: wenn die Stiftung einen Neubau ohne Gesundheitshaus und Pflege anstrebt, wie will sie dann Ihren Stiftungszweck erfüllen?

Gar nicht. Die Stiftung möchte Stiftungszweck ändern, und keine Pflegeleistungen mehr anbieten. Was man stattdessen mache, müsse man dann noch sehen.

Aus dem Schreiben des Anwalts der Stiftung, Auszüge von Seite 9 und 10. (Ganzen Dokument weiter unten)


14.Oktober 2019

ProSanktAnna zieht die Aufsichtsbeschwerde bei der Stiftungsaufsicht zurück

Nach der Erklärung der Stiftung zu einigen unserer Fragen scheint klar: Die Stiftung hat ihr Land an Bonainvest verkauft in der Annahme, Bonainvest baue das versprochene Gesundheitshaus/Kinderhotel. Somit hätte die Stiftung auch Ihren Stiftungszweck erhalten können.

Inzwischen wurde aber der Kaufvertrag von Bonainvest weit zum eigenen Vorteil ausgelegt. So weit, dass die Stiftung nun gegen Bonainvest klagen möchte. Deshalb zieht ProSanktAnna die Ausichtsbeschwerde gegen die Stiftung zurück.

Ein Auszug aus dem anwaltlichen Schreiben:

Die ausführliche Antwort der Stiftung St. Anna enthält Details zu den Geschehnissen und zu den geplanten weiteren Schritten. (...) Namens und im Auftrag meiner Klientschaft ziehe ich daher die Aufsichtsbeschwerde zurück.

Meine Klienten sind indessen nach wie vor irritiert über diverse Vorgänge und Verhaltensweisen der Stiftung. Indem der Bonainvest nach aussen hin weiterhin die Treue gehalten wurde und sogar jetzt noch gehalten wird, schadet sich die Stiftung massiv selber. (....) Die Sitftungsaufsicht wird ersucht, im Rahmen ihrer Aufsichtstätigkeit die Stiftung eng zu begleiten, kritisch zu prüfen, ob der Stiftungsrat in der vorliegenden Situation seiner Aufgabe gewachsen ist, und nötigenfalls entsprechende Massnahmen zu treffen.



Die Stiftung St. Anna

Die Stiftung hat heute kein Land mehr und kaum mehr Geld. Sie hat keinen Ort, an dem sie ihren Stiftungsszeck erfüllen kann. Der Stiftungszeck ist bis heute:

Das Gesamtvermögen der Stiftung schrumpfte, von ca. 35 Millionen auf jetzt vermutlich etwa 8 Millionen Franken. Von dieser Differenz profitiert alleine Bonainvest.

Der Stiftungspräsident ist Hugo Berthold, er ist seit 2011 im Amt. 
Bonainvest hatte schon 2013 Gespräche mit der Stiftung geführt. Zu dem Zeitpunkt wurde an einer Gemeindeversammlung ein Projekt abgewiesen, das vorsah auf dem Stiftungsgelände Wohnungen zu bauen und mit dem Erlös ein neues Kur und Erholungsheim mit Oberägeri gemeinsam zu bauen. Die Einwohner stimmten dagegen, dass auf dem Gelände nur Wohnungen gebaut werden.

Laut Herrn Berchtold war Bonainvest die einzige Firma, die danach ein Gesundheitshaus habe bauen wollen. Architekten und Bauunternehmer im Dorf wurden aber gar nicht gefragt, auch welche die anfragten, bei einer Ausschreibung mitmachen zu können.

Seit das Kinderpflegehaus gestrichen wurde bewirbt Herr Berchtold im Namen der Stiftung öffentlich und zusammen mit Bonainvest die Residenzwohnungen.

ProSanktAnna hat im April 2019 bei der Zentralschweizerischen Stiftungsaufsicht eine Ausichtsbeschwerde gegen die Stiftung St. Anna eingereicht, und diese im Oktober zurückgezogen.


Stellungnahme Stiftungsrat St. Anna zur Aufsichtsbeschwerde